Abschied von der Sucht

Abschied von der Sucht

- in Medizin
1975
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Ob als Pausenfüller, als Entspannungshilfe zum Kaffee oder als tatsächliches Suchtmittel – die Zigarette begleitet viele Menschen durch den Alltag. Und ein Großteil nimmt sich jedes Jahr zu Silvester wieder vor: „Endlich rauchfrei ins neue Jahr starten.“ Doch dieser Vorsatz hält oft nicht lang, aus verschiedenen Gründen. Diese Gründe herauszufinden, zu prüfen, warum Sie rauchen, ist elementar zu Beginn Ihres neuen Lebens ohne Nikotin. Genauso wichtig ist es, sich Beihilfen zu suchen, um die ersten Monate durchzustehen, und dem Drang, der immer mal wiederkommt, zu widerstehen.

Mit dem Rauchen aufhören
Foto: © Sondem – Fotolia.com

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum man raucht:

  • Zum einen ist natürlich die physische Abhängigkeit nicht zu leugnen. Nikotin ist ein Stoff, der aktiv im Belohnungszentrum wirkt, zudem auch Einfluss auf Körperreaktionen hat, und somit eine Sucht erzeugt. Doch das muss nicht bei jedem so sein, und ist auch selten der einzige Faktor, der das Aufhören verhindert.
  • Oft unterschätzt oder gar nicht wahrgenommen werden die psychischen Abhängigkeiten. Die Zigarette zum Festhalten in kritischen Situationen, als wahrnehmbare Pause vom hektischen Arbeitsalltag oder sogar als Zeitunterteilung – das fehlt, wenn Sie plötzlich aufhören.

Hier ist es wichtig, dass Sie Ersatzhandlungen vorbereiten. Wenn Sie etwas zum „festhalten“ brauchen, dann können Sie während der ersten Zeit eine E-Zigarette benutzen, um die Handlung des Rauchens von dem Suchtfaktor Nikotin zu trennen. Ebenso können Sie, wenn Sie physisch abhängig sein sollten, mit Hilfe einer E-Zigarette langsam, aber stetig, die Nikotinzufuhr beim Rauchen senken. Am besten ist es hier, andere darum zu bitten, die Kartuschen einzusetzen, so dass Sie gar nicht wissen, wie viel Nikotin Sie noch konsumieren.

Wichtig ist es, dass Sie ehrlich zu sich sind, und wirklich den Wunsch haben, mit der Sucht abzuschließen. Es ist leicht gesagt, dass die ersten Wochen die schwersten seien. Dies sollte aber nicht geglaubt werden. Kritisch wird es später, zu der Zeit, wenn man das Gefühl hat, man hätte die Sucht überstanden, und „die eine Zigarette“ bei einer Feier oder in einer stressigen Situation würde nicht so schlimm sein. Dies ist ein Irrglaube. Bei erneuerter Nikotinzufuhr wird das Belohnungszentrum im Gehirn sofort wieder in die Sucht gedrängt. Falls Sie in solch einer Situation wirklich rauchen müssen, oder am berühmt-berüchtigten 100. Tag nach dem Aufhören, an dem so viele rückfällig werden, greifen Sie im Notfall zu einer E-Zigarette ohne Nikotin. So schaffen Sie auch diese Hürden, in ein nikotinfreies Leben.

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