Antibabypille: Verhütung zum Schlucken, eine kleine Tablette, die Sicherheit schafft

Antibabypille: Verhütung zum Schlucken, eine kleine Tablette, die Sicherheit schafft

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Die Antibabypille ist heutzutage das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel bei Frauen in Deutschland. Mittlerweile wird sie bereits seit über 50 Jahren zum Schutz vor einer Schwangerschaft angewandt und hat in dieser Zeit eine starke Entwicklung durchgemacht.  Indessen ist die Auswahl an unterschiedlichen Präparaten enorm und die Zusammensetzung ermöglicht eine regelmäßige Einnahme ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Die Antibabypille zählt zu den sichersten Verhütungsmethoden, die eine Frau zum Schutz vor einer Schwangerschaft anwenden kann. Dabei ist eine richtige Anwendung allerdings Voraussetzung, denn nur durch eine regelmäßige Einnahme wird dieser Schutz gegeben.

Antibabypille

Bei der richtigen Einnahme ist ein hoher Schutz gewährleistet

Um die Wirkung der Antibabypille zu erreichen, muss einiges beachtet werden. Von besonderer Bedeutung ist die regelmäßige und richtige Einnahme. Kauft man eine kleine Packung sind hier meist 3 Blister enthalten, die für drei Zyklen oder Monate reichen. Begonnen wird mit einem Blister, der 21 Pillen beinhaltet. Bei der ersten Einnahme erfolgt die die Anwendung am ersten Tag der Monatsblutung und ab dann an muss täglich eine Tablette eingenommen werden. Hier sollte man sich auf eine Tageszeit festlegen, bevorzugt wird diese von Frauen vor dem Schafengehen gewählt, da sie dann meist nicht vergessen werden kann. Viele nehmen sie stundengenau ein, um eine regelmäßigen Zufuhr an Hormonen zu gewährleisten und das Level gleichbleibend zu halten. Wird die Einnahme aus irgendwelchen Gründen vergessen, kann diese bis zu 12 Stunden später, somit 36 Stunden zu der letzten Pille nachgeholt werden, so dass der Schutz bestehen bleibt. Insgesamt erfolgt die Einnahme dann über 21 Tage. In dieser Zeit baut sich die Schleimhaut in der Gebärmutter nach und nach auf. Ist das Blister aufgebraucht, ist die einnahmefreie Zeit angebrochen und anschließend folgt eine Pause von 7 Tagen, die genauestens eingehalten werden muss. Der Körper versteht diesen Abfall des Hormonspiegels als Signal für eine Monatsblutung. Aufgrund der nicht mehr zugeführten Hormone löst sich die Schleimhaut und wird mit der Regelblutung ausgeschwemmt, deshalb wird sie auch Abbruchblutung genannt, die bereits wenige Tage nach dem Absetzen der Pille eintritt. Direkt nach dem 7. Tag der Pause muss erneut mit der Einnahme des neuen Blisters begonnen werden.

Was tun, wenn eine Pille vergessen wurde?

Jeder Frau kann es einmal passieren, dass sie eine Pille vergessen hat und nicht zeitgenau eingenommen hat. Sind seit der letzten Einnahme keine 36 Stunden vergangen, kann die Pille einfach nachgenommen werden. Ist diese Zeit bereits verstrichen, sollte während des gesamten Zyklus auf andere Verhütungsmittel zurückgegriffen werden.

Der Langzeitzyklus

Dieser wird gerne von Frauen mit starken Monatsblutungen oder mit den damit verbundenen Beschwerden angewandt. Auch Sportlerinnen greifen gerne auf diese Variante zurück, um so zeitweise die Menstruation zu unterdrücken. So können Frauen auch im Urlaub oder bei ihrer Hochzeit die Regelblutung unterdrücken und eine unbeschwerte Zeit verleben. Diese Methode ist allerdings nur mit einer Mikropille möglich, die über 21 Tage eingenommen werden muss und mit einer anschließenden Pause von 7 Tagen versehen ist. Um den Langzeitzyklus durchzuführen wird lediglich auf die Pause verzichtet, was den Erhalt des Hormonspiegels verursacht. Somit erfolgt keine Abbruchblutung. In den meisten Fällen werden drei Blister nacheinander eingenommen und anschließend wird Pause eingelegt. Zwar kann die Länge je nach Pillenart und in Absprache mit dem Frauenarzt variieren, aber erfolgt eine längere pausenfreie Zeit, steigt das Risiko für Zwischenblutungen.

Nebenwirkungen der Antibabypille

Durch eine ständige Weiterentwicklung an den Produkten haben sich die Nebenwirkungen zu früher enorm reduziert. Diese variieren je nach Anwenderin und Produkt. Deshalb muss gemeinsam mit dem Frauenarzt die passende Antibabypille gefunden werden. Unter anderem können manchmal Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen oder verminderte Lust auftreten.

Weitere Informationen bietet auch der Artikel in der Saarland Online.

Foto: ©rainbow33-Fotolia.com

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