Schnelle Hilfe bei Magenschmerzen

Schnelle Hilfe bei Magenschmerzen

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Zunächst gilt es bei Magenschmerzen (Gastralgie) die Ursache zu klären. Handelt es sich um einen sogenannten „verdorbenen Magen“ aufgrund einer Mahlzeit oder durch übermäßigen Alkoholgenuss, wäre eine Möglichkeit. Sind für die Magenschmerzen psychologische Gründe, wie Stress oder Angst der Auslöser, ist zu überprüfen. Eine organisch bedingte Ursache ist auch nicht außer Acht zu lassen. Sobald man die eine oder andere Möglichkeit ausgeschlossen hat, kann man dem Magenschmerz wirkungsvoll begegnen.

Magenschmerzen (Gastralgie)

Magenschmerzen durch falsche Lebensweise (Ernährung)

Vorwiegend ist hier zu beobachten, dass es zu einer Steigerung der Produktion der Magensäure kommt. Kurzfristig kann dies durch bestimmte Lebensmittel aber auch durch den erhöhten Konsum von alkoholischen Getränken, verursacht werden. Kommt es zu einer Überproduktion der Magensäure, ist der gesunde Körper in der Lage, dies Selbst zu regulieren. Die Magenwände sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Der Schmerz entsteht dadurch, dass sie Magensäure, welche sehr aggressiv ist, einen direkten Kontakt zur Magenwand, hat. Normalerweise klingen solche Beschwerden nach kürzester Zeit wieder ab. Hausmittel wie Kräutertees und auch eine Wärmflasche können gute unterstützende Wirkungen zeigen.

Eine gute Linderung verschaffen Kräuter wie:

  • Fenchel
  • Melisse
  • Kümmel
  • Anis
  • Ingwer
  • Kamille
  • Pfefferminze

Wobei die Kamillenblüten und die Pfefferminzblätter mit heißem Wasser übergossen, auch eine krampflösende Wirkung habt. Es sollte der Magen in der nächsten Zeit nicht weiter gereizt werden. Wichtig sind die regelmäßigen nicht zu fettreichen Mahlzeiten. Hervorragend eignen sich Kartoffelsuppen und auch Kartoffelbrei. Es sollte aber selbst zubereitet werden. Fertiggericht sind weniger zu empfehlen. Weißbrot oder eine Hühnerbrühe zeigen auch gute Erfolge. Bei hartnäckigeren Magenschmerzen hilft das Auflösen von einem ½ Teelöffel Natron.

[box type=“error“]Falsch sind Aussagen wie, „man sollte mit dem anfangen, womit man aufgehört hat“. Oder ein Schnaps nach einer fettigen Mahlzeit hilft der Verdauung. Alkohol führt zu Reizungen der Magenschleimhaut.[/box]

Magenschmerzen aufgrund psychischer Probleme

Stress, Ärger und Angst sind die typischen Auslöser für Magenschmerzen. Die guten Ratschläge „Reg Dich nicht auf“ oder „Du musst ruhiger werden“, sind meist sind sehr hilfreich. Wichtig ist eine regelmäßige und gesunde Ernährung. Neben dem ausreichenden Schlaf haben sich Entspannungsübungen als positiv bewährt. In jedem Fall sollte man seinem Körper etwas Ruhe gönnen. So können zwei Tage Bettruhe bei leichter Kost und Tees, welche den Magen beruhigen, wahre Wunder bewirken. Sollte innerhalb weniger Tage keine Besserung eintreten, sollte ein Arzt, gegebenenfalls ein Psychologe, konsultiert werden. Eine schnelle Behandlung der Ursachen kann verhindern, dass es zu chronischen Erkrankungen führt.

Magenschmerzen aufgrund organischer Ursachen

Jeder Schmerz des Körpers ist ein Alarmsignal zu deuten. Magenschmerzen allein ist keine selbstständige Erkrankung. Es können Ursachen wie Magengeschwüre (Ulcus ventriculi), eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder andere Erkrankungen, die Ursache sein. Deshalb ist dringend zu empfehlen, wenn die Magenschmerzen nach kürzester Zeit mit den beschriebenen Verhaltensregeln nicht einzudämmen sind, einen Arzt aufzusuchen. Er wird zunächst eine Anamnese (Krankheitsgeschichte) erheben. Anschließend erfolgt die Diagnostik, die mit Untersuchungen des Blutes, zum Ausschuss einer bakteriellen Infektion, beginnen wird. Häufig wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Um Diagnosen zu bestätigen, werden auch Magenspiegelungen vorgenommen. Der Arzt wird, je nach den Befunden, eine Therapie verordnen. Hier werden die Ursachen, wie Stress, Reizungen des Magens und auch andere Erkrankungen, welche für die Magenschmerzen verantwortlich sind, behandelt. Eine Unterstützung durch Medikamente ist daher sinnvoll, um den Körper zu stabilisieren bzw. zu entlasten. Möglich wären hier Tabletten, welche die Bildung der Magensäure mindert. Iberogast verschafft Erleichterung bei Magenschmerzen. Das Medikament hilft bei Magen-Darm-Erkrankungen mit Beschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Magen-Darm-Krämpfe, Übelkeit und Sodbrennen.

Klagen Kinder über Bauch- oder Magenschmerzen sollte dies sehr ernst genommen werden. Nicht selten versteckt sich dahinter eine Reizung oder Entzündung des Blinddarms (Appendizitis).

© Ana Blazic Pavlovic – Fotolia

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