Home Care – eine Alternative

Home Care – eine Alternative

- in Gesundheit
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Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt. In den letzten zehn Jahren erhöhte sich die Zahl um 500.000 auf 2,5 Millionen Menschen, die alltägliche Betreuung brauchen, Tendenz steigend.  Krankenhäuser und Pflegeheime sind überfüllt, Krankenkassen zahlen dürftig. Welche Alternativen gibt es aus diesem Spießrutenlauf? Wie können wir unsere Lieben lebenswert versorgen und pflegen? Und das am Besten in ihrem zu Hause?

Homecare

Heißt die Lösung Home Care?

[box type=“info“]Home Care Unternehmen sind Dienstleister, die ergänzend zum ambulanten Pflegedienst eingesetzt werden. Sie versorgen Menschen mit Medikamenten, Infusionen oder Injektionen sowie Verbandstoffen nach den Therapieplänen des Krankenhauses oder Hauarztes.[/box]

Weitere Beispiele für die Tätigkeitsfelder von Home Care Unternehmen wären die Ernährungstheraphie, die Inkontinenz- oder die Wundversorgung, um nur einige zu nennen. Oft erfahren die Patienten erst im Krankenhaus, dass sie auf eine alltägliche Betreuung angewiesen sind. Home Care Unternehmen helfen bereits da bei der Organisation des Umzugs nach Hause und sorgen dafür, dass die Medikamente und eventuelle Verbandsstoffe schon vor Ort sind.

Auch die Krankenkasse oder der Hausarzt informieren nach einer Entlassung aus dem Krankenhaus über bestehende Möglichkeiten, um die Leistungen von Home Care Unternehmen in Anspruch zu nehmen.

Ein weiteres Plus: Der Home Care Mitarbeiter ist, wenn gewollt, die Schnittstelle zwischen Patient, Arzt, Angehörigen und Pfleger. Er kommuniziert und protokolliert Krankheitszustände und berät bei individuellen und beratungsbedürftigen Hilfsmitteln. Das setzt voraus, dass er speziell geschult ist und entsprechende Qualifikationen nachweisen kann.

Diese Möglichkeit schildert ein Artikel in den „Westfälischen Nachrichten“.

Wie sind die Zustände in den Krankenhäusern?

Laut der Gewerkschaft Verdi fehlen in Deutschland über 70.000 Personalstellen allein im Pflegebereich. Das bedeutet nicht nur keine gute Patientenversorgung, das bedeutet verwahren! Patienten werden nicht mehr betreut, im wahrsten Sinne des Wortes! Entsprechende Angebote in den unterschiedlichen Pflegestufen fallen weg oder werden nur arg verkümmert am Laufen gehalten. Grund genug, sich um Alternativen zu kümmern.

Wer finanziert Home Care?

Erleichterung taucht auf: Die Home Care Versorgung nutzt ausschließlich den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen, somit zahlt die Krankenkasse. Zudem sind die Leistungen oft kostenfrei, da sie entweder von Pharmazieunternehmen oder im Rahmen von Studien angeboten werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Patient erhält eine optimale Betreuung, hat seinen persönlichen, sehr gut ausgebildeten Ansprechpartner und wird durch Krankenhausaufenthalte nicht aus der Familie und seiner Wohnumgebung gerissen.

Foto: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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