Die Angst vor dem Zahnarzt – Tipps für den Zahnarztbesuch

Die Angst vor dem Zahnarzt – Tipps für den Zahnarztbesuch

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Zahnarztphobie - Angst vorm Zahnarzt© Antonioguillem - Fotolia.com

Kaum jemand geht wirklich gerne zum Zahnarzt – 60 bis 80 Prozent der Patienten haben ein mulmiges Gefühl, sobald der vereinbarte Termin naht. 10 bis 12 Prozent der Bevölkerung leidet sogar unter einer Zahnarztphobie. Die Auswirkungen sind verheerende, weil die Betroffenen viel zu lange warten, bis sieh zahnärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Kleine Probleme mit den Zähnen können sich innerhalb von Monaten oder sogar Jahren massiv auswirken. Eine Behandlung, die anfangs möglicherweise nur wenige Minuten gedauert hätte, zieht sich dann über Wochen oder sogar Monate.

Symptome einer Zahnarztphobie

Ein ungutes Gefühl überkommt viele, wenn sie einen Termin beim Zahnarzt ausmachen. Leidet man jedoch unter einer Phobie, kommt es zu ernsten gesundheitlichen Komplikationen. Die Angst vor dem Zahnarzt beherrscht das Denken, sobald man Zahnweh bekommt. Zu den körperlichen Symptomen zählen zum Beispiel:

  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Atemnot
  • Starkes Schwitzen
  • Zittern
  • Generelle Unruhe
  • Herzrasen
  • Ständige Gereiztheit und Konzentrationsschwäche

Wer beim Gedanken an den Zahnarzt an einer oder mehrerer dieser Beschwerden leidet, sollte schon bei der Terminvereinbarung unbedingt zugeben, an einer Zahnarztphobie zu leiden. In der Dental-Zahnarzt Praxis Frankfurt und bei vielen anderen Zahnärzten in ganz Deutschland sind die Mitarbeiter besonders im Umgang mit Angstpatienten geschult. Die Befürchtungen und körperlichen Symptome können gelindert werden, wenn zwischen dem behandelnden Arzt und dem Patienten eine Beziehung aufgebaut wird.

 

Ursachenforschung für die Angst

Die Hintergründe für die ausgeprägte Furcht vor dem Zahnarzt liegt meist in der Vergangenheit. Manchmal können sich die Betroffenen gar nicht mehr so genau daran erinnern, wie es dazu gekommen ist. Oft liegen die ersten negativen Erfahrungen mit dem Zahnarzt in der Kindheit. Manche Patienten haben die Angst vor dem Zahnarzt auch einfach von den Eltern übernommen. Große Schmerzen während einer vergangenen Behandlung lösen meistens Angstzustände aus. Manchmal ist auch die mangelhafte Aufklärung schuld daran, dass sich Patienten vor dem Zahnarztbesuch drücken. Auf dem Zahnarztstuhl fühlen sich viele dem Mediziner völlig ausgeliefert. Man sieht nicht, was im Mundraum passiert – und dieser Kontrollverlust kann ebenfalls zu Phobien führen. Die negative Erwartungshaltung überkommt viele Patienten schon Tage vor dem geplanten Termin.

Wie geht man mit der Angst um?

Auf keinen Fall sollte man seine Furcht vor dem Zahnarztteam verbergen und den starken Mann oder die starke Frau spielen. Viele Ärzte und Zahnarzthelferinnen sind speziell darauf geschult, mit Angstpatienten richtig umzugehen. Kein Betroffener sollte sich deswegen genieren, je offener man mit der Angst umgeht umso eher kann der Mediziner auf die eigenen Bedürfnisse und Befürchtungen eingehen. Dem Gefühl des Ausgeliefertseins kann man zum Beispiel entgegenwirken, wenn man mit dem Arzt ein Handzeichen vereinbart. Hebt man die Hand, stoppt der Mediziner die Behandlung.

Eine kleine Pause hilft dabei, sich auf die nächsten Minuten vorzubereiten. Eine weitere Möglichkeit ist, Entspannungstechniken anzuwenden. Allerdings sollte man diese Methoden nicht am Zahnarztstuhl zum ersten Mal ausprobieren. Techniken wie autogenes Training muss man regelmäßig zu Hause üben, damit man auch in Stresssituationen davon profitiert.

In der heutigen Zeit hat fast jeder ein Smartphone dabei. Darauf kann man vor dem Zahnartbesuch die Lieblingssongs speichern und während der Behandlung abspielen. Aufklärung hilft ebenfalls und schützt vor Panikattacken. Wer sich vor dem Beginn vom Arzt jeden Schritt erklären lässt, kann die Zeit am Behandlungsstuhl besser überbrücken.

Wundermittel Hypnose?

Einige Ärzte bieten als besonderen Service für Angstpatienten Hypnose an. Dabei handelt es sich nicht wie von manchen vermutet um „Hockuspokus“, sondern um eine wichtige und effiziente Maßnahme, Angstpatienten in einen entspannten Zustand zu versetzten. Es geht darum, die Aufmerksamkeit des Betroffenen von den äußeren Gegebenheiten (das heißt von den beunruhigenden Geräten und Geräuschen) abzulenken. Möchte man als Zahnarzt Hypnose anwenden, ist eine spezielle Ausbildung notwendig.

Manche Mediziner arbeiten mit CDs, andere lenken die Gedanken der Patienten vor Beginn der Behandlung auf besonders positive Erlebnisse oder besonders schöne Orte. Gelingt es, den Fokus des Patienten völlig auf innere Erlebnisse zu legen, verlangsamen sich Atmung und Puls. Der Betroffene nimmt die Behandlung wie in einem Trance Zustand wahr. Bei Patienten mit einer diagnostizierten Zahnarztphobie besteht sogar die Möglichkeit der Kostenübernahme durch die Kasse.

Obwohl Hypnose für einen gewissen Teil der Angstpatienten sicher eine gute Möglichkeit ist, sollte man unbedingt Ursachenforschung betreiben. Die Aufarbeitung der vergangenen schlechten Erfahrungen und ein Vertrauensverhältnis zum behandelnden Arzt sind der Schlüssel zu einem angstfreien Umgang mit der Behandlung.

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