Ausbildung: Medizinische Fachangestellte

Ausbildung: Medizinische Fachangestellte

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Die Berufsbezeichnung „Medizinische Fachangestellte“ ersetzt seit dem 31. Juli 2006 die Berufsbezeichnung Arzthelfer beziehungsweise Arzthelferin. Zum täglichen Arbeitsalltag von Medizinischen Fachangestellten gehört unter anderem das Assistieren von Ärztinnen und Ärzten, die Erledigung von organisatorischen Aufgaben, die Erledigung von Verwaltungsarbeiten sowie die Beratung und die Betreuung. Falls Sie den Wunsch haben, eine Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten zu absolvieren, dann erwarten Sie nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zahlreiche mögliche Arbeitgeber, Karrierechancen und Fortbildungsmöglichkeiten.

Medizinische Fachangestellte

Die Ausbildung – Voraussetzungen, Dauer und Inhalt

Nach dem (BBiG), dem Berufsbildungsgesetz, ist der Beruf Medizinische/r Fachangestellte/r ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert im gesamten Bundesgebiet einheitlich drei Jahre und kann in einer Berufsschule absolviert werden. Die Ausbildung in diesem medizinischen Beruf erfolgt im sogenannten Dualen System, für Sie persönlich bedeutet dies, dass Sie an jeweils festgelegten Wochentagen Ihre Berufsschule besuchen und an den verbleibenden Tagen praktische Fertigkeiten, Fähigkeiten und Berufserfahrungen in Ihrem Ausbildungsbetrieb, zum Beispiel in einer Arztpraxis, einer Klinik oder in einem Krankenhaus erwerben.Die Inhalte für die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten sind bundesweit einheitlich im Ausbildungsrahmenplan in diesem Ausbildungsberuf vorgeschrieben. Da die Anforderungen in diesem Beruf in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind, werden Bewerber und Bewerberinnen mit einem guten Realschlussabschluss bevorzugt. Da jedoch für die Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben ist, können Sie sich auch mit einem Hauptschulabschluss um einen Ausbildungsplatz bewerben. Damit Sie die Ausbildung erfolgreich absolvieren und später in diesem Beruf erfolgreich arbeiten können, sind persönliche Eigenschaften unter anderem Sorgfalt, Belastbarkeit, Kommunikationsfähigkeit, die Bereitschaft zur Arbeit im Team sowie absolute Diskretion absolut erforderlich.

Ausbildungsvergütung und Prüfungen

Wie viel Entgelt Sie während Ihrer Ausbildung erhalten, ist im aktuellen Gehaltstarifvertrag festgelegt. Diese darüber hinaus so gemessen sein, dass diese Ihrem persönlichen Lebensalter gerecht wird und nach jedem Ausbildungsjahr steigt. Laut dem aktuell gültigen Tarifvertrag erhalten Sie im ersten Ausbildungsjahr eine monatliche Ausbildungsvergütung in Höhe von 610 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr monatlich 650 Euro und im dritten Ausbildungsjahr eine monatliche Vergütung von 700 Euro. Bevor Sie das zweite Ausbildungsjahr beenden, müssen Sie eine schriftliche Zwischenprüfung ablegen und bestehen. In dieser Zwischenprüfung müssen Sie nachweisen, welche Kenntnisse Sie in den ersten 18 Monaten Ihrer Ausbildung erworben haben. Nur wenn Sie diese Zwischenprüfung bestehen, werden Sie zur Abschlussprüfung zugelassen. Falls Sie dauerhaft gute bis sehr gute theoretische und praktische Leistungen vorweisen können, dürfen Sie eine vorzeitige Abschlussprüfung beantragen. Das Bestehen der Abschlussprüfung, die immer aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht, wird Ihnen durch ein Prüfungszeugnis dokumentiert.

Ihre Arbeitsmöglichkeiten nach der erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung

Nach Ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung können Sie sich beispielsweise in Arztpraxen von Allgemeinärzten, in Praxen von Fachärzten, in Krankenhäusern, in Praxen von Betriebsärzten, in Kliniken, Laboratorien aber auch bei Krankenkassen und Organisationen des Gesundheitswesens um einen attraktiven und interessanten Arbeitsplatz mit guten Aufstiegschancen bewerben.

Foto: © auremar – Fotolia.com

 

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