Vitamin-Präparate können Obst und Gemüse nicht ersetzen

Vitamin-Präparate können Obst und Gemüse nicht ersetzen

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Die Wissenschaftler aus Jena, Leipzig, und Boston sind sich mittlerweile einig darüber, dass Vitaminpräparate Obst und Gemüse nicht ersetzen können. Diese können sogar die gesundheitsfördernde Wirkung von körperlicher Bewegung durch eine Übermenge von Vitamin C und Vitamin E unterdrücken.

Vitaminpräparate

Vitaminpräparate kontraproduktiv

Mittlerweile wissen die meisten heute, dass Bewegung gesund ist. Darüber hinaus versorgen viele Menschen ihren Körper zusätzlich mit Vitaminpräparaten. Sie erwarten sich davon, ihre Abwehrkräfte zu stärken und ihre Lebenserwartung zu erhöhen. Genau dieser Effekt tritt leider nicht ein, wie Wissenschaftler aus verschiedenen Universitäten beweisen konnten. Sie kommen zu dem Schluss, dass Vitamintabletten den Verzehr von Obst und Gemüse in keinem Fall ersetzen können.

Hinter dem Begriff Vitamine steht eine große Gruppe von organischen Substanzen. Diese kann der Organismus leider nicht selber produzieren. Trotzdem sind sie lebensnotwendig, da sie viele Körperfunktionen überhaupt erst möglich machen. So sind sie zum Beispiel für den Stoffwechsel und für die Bildung von Körpergewebe, Knochen und Blut notwendig. Weiterhin konnte in Studien gezeigt werden, dass insbesondere Kalziumpräparate zwar zu einer höheren Knochendichte beitragen können, jedoch auch das Herzinfaktrisiko stark erhöhen. In der Studie wurde 12.000 Menschen untersucht. Man konnte eine Erhöhung des Herzinfaktrisikos um 30 Prozent nachweisen.

Vitaminpräparate als Wundermittel

Vitaminpräparate (z.B. von https://www.aliva.de/) werden meistens eingesetzt, um ungesunde Ernährung auszugleichen. Leider lassen sich bereits Eltern dazu verleiten, ihren Kindern in jungen Tagen Vitaminpräparate zu geben. Dies ist leider überhaupt nicht sinnvoll. Solche extremen Maßnahmen sind nur bei schweren Erkrankungen und Risikogruppen sinnvoll:

  • Bei Schwangeren sollte man zum Beispiel darauf achten, dass der Folsäurespiegel hoch genug ist. Auch die Jodaufnahme gestaltet sich generell schwierig. In solchen Fällen kann man in Absprachen mit seinem Arzt auf eine Vitaminkur zurückgreifen. Allgemein sollten gerade Schwangere eine zu hohe Vitaminaufnahme durch Präparate vermeiden. Gerade Vitamin A ist in zu hohen Dosen schädlich für das ungeborene Kind. Außerdem sind die Vitamine in der Nahrung sehr viel wirksamer, als die der Vitaminpräparate. Der Grund hierfür konnte bislang noch nicht ermittelt werden.
  • Auch wenn Vitamine für den Körper sehr wichtig sind, kann eine Überdosierung schädlich sein. Besonders gefährlich sind dabei die hoch dosierten Monopräparate. Eine Einnahme einer erhöhten Menge dieser Einstoffpräparate kann in ungünstigen Fällen dem Organismus sogar schaden. So führt beispielsweise eine Überdosis an Vitamin D zu einem Vergiftungszustand. Weiterhin kann das Herz, die Lunge oder die Nieren verkalken.

Die richtige Ernährung

Obst und Gemüse
© Denis Pepin – Fotolia.com

Experten weisen immer wieder darauf hin, dass sich schwere Ernährungsfehler nicht mit Vitaminpräparaten ausgleichen lassen. Viel wichtiger ist hingegen, seinen täglichen Vitamin -und Mineralstoffbedarf über eine ausreichend große Menge Obst und Gemüse zu decken. Dabei sollte man auf saisonale Sorten zurückgreifen. Lange Transport- und Ladezeiten verringern nicht nur den Vitamingehalt. Sie sind zudem ökologisch nicht tragbar. Wer fünf Portionen Gemüse am Tag isst , sollte eine ausreichende Vitaminzufuhr gewährleisten. Weiterhin kann man sich das Geld für teure Nahrungsergänzungsmittel oder Kombiprodukte sparen.

Nahrungsergänzungsmittel müssen nicht von gesunden Menschen eingenommen werden. Hier genügt eine ausgewogene Ernährung vollkommen. Übrigens lassen sich auch Blumenkohl und Rosenkohl roh verzehren. Rohkost hat besonders viele Vitamine und bedarf besonders wenig Vorbereitung.

Foto (oben): © B. Wylezich – Fotolia.com

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