Vegan leben, auf nichts verzichten

Vegan leben, auf nichts verzichten

- in Ernährung
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Veganer nehmen bewusst keine tierischen Nahrungsmittel zu sich. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass sie auf Milch, Käse und Joghurt verzichten müssen. Studien beweisen, dass Veganer im Schnitt vier Jahre länger und vor allem gesünder leben als Omnivoren. Außerdem sind Veganer viel seltener von Übergewicht betroffen. Kein Wunder, schließlich führen frische Kost, ausgewogene Mahlzeiten und schöne Ideen für fettarme Rezepte zum Abnehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss man lediglich motiviert genug sein, um seine langjährigen Gewohnheiten zu überwinden.

Vegan essen

Erster Schritt: Der Medizincheck

Bevor man mit der Ernährungsumstellung beginnt, sollte jeder den Arzt seines Vertrauen aufsuchen und sich von ihm gründlich durchchecken lassen. Das hat nichts damit zu tun, dass Veganer gefährlich leben und es ist auch keine Pflicht, aber es hilft dabei, die weitere Entwicklung im Verlauf der Umstellung nachzuvollziehen. Der Arzt sollte feststellen, wie fit sein Patient ist, wie seine Blut- und Cholesterin-Werte aussehen und ob er vielleicht unter- oder übergewichtig ist. Keine Sorge, Veganer sind nur laut Klischees dünn, blass und kraftlos. Statistiken zeigen, dass sie viel mehr Energie als Omnivoren haben. Außerdem verbessert sich durch die rein pflanzliche Ernährungsweise meist ihr Hautbild.

Zweiter Schritt: Die Informationsbeschaffung

Damit man nicht das Gefühl hat, als Veganer auf die üblichen Lieblingsspeisen verzichten zu müssen, ist es wichtig, sich im Vorfeld über schmackhafte Rezepte zu informieren. Wer geschmacklich nicht auf seine Kosten kommt, macht irgendetwas falsch. Oft scheitern solche Versuche daran, dass man ein paar Rezepte ausprobiert, die nicht schmecken und die Idee sofort wieder verwirft. Dabei sind Veganern bei ihren Gerichten heutzutage nun wirklich keine Grenzen mehr gesetzt.

Dritter Schritt: Die Nahrungssuche

Veganismus
© Tomo Jesenicnik – Fotolia.com

Auch vegane Lebensmittel kann man heutzutage leicht im Supermarkt oder in Spezialläden kaufen. Während man früher die einzelnen Zutaten in Onlineshops bestellen musste, gibt es heute genügend Biomärkte, Reformhäuser und sogar Vegan-Supermärkte, deren Sortiment immer größer wird. Dort kann man hochwertige Lebensmittel kaufen, ohne lange auf ihre Lieferung warten zu müssen. Zu den Grundprodukten sollten Amaranth, Quinoa, Vollkornnudeln und -reis, frisches Obst und Gemüse, frische Kräuter und Tofu bzw. Soja-Produkte gehören. Aber es gibt natürlich auch pflanzliche Butter, Joghurts, Schokolade und auch alles andere in der veganen Variante.

Vierter Schritt: Die Kreativitätsphase

Veganer ernähren sich sehr bewusst und bereiten ihre Mahlzeiten deswegen auch fast immer selbst zu. Es ist empfehlenswert, sich für den Anfang ein paar Grundrezepte anzueignen. Damit hat man eine Basis, die immer wieder erweitert und weiterentwickelt werden kann. So entstehen ganz natürlich und spontan völlig neue Geschmackserlebnisse. Und bald merkt man, dass sich die pflanzlichen Alternativen sowohl geschmacklich als auch optisch kaum von den „herkömmlichen“ Speisen unterscheiden.

Bild: © eatsmarter.de

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