EU-Verbot für Werbelügen auf Lebensmitteln

EU-Verbot für Werbelügen auf Lebensmitteln

- in Ernährung
983
0

Schon 2006 veröffentlichte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit die Health-Claims-Verordnung, welche nach Ende der Übergangsfrist nun seit dem 14.Dezember 2012 umgesetzt werden muss. Demnach dürfen Lebensmittelhersteller auf ihren Produkten nicht mehr willkürlich mit angeblich gesundheitsfördernden Slogans werben, wie das bisher der Fall war. Bis zum 14. Dezember 2012 konnte man sehr fett- und zuckerreiche Schokoriegel als gesunde Milch-Mahlzeit anpreisen oder Joghurt-Produkte ohne jegliche Erbringung von Nachweisen als Mittel zur Verdauungsförderung darstellen.

EU verbietet Werbelügen auf unseren Lebensmitteln

Die neue Regelung verpflichtet Unternehmen der Lebensmittelbranche, diese Angaben bezüglich gesundheitsfördernder Eigenschaften oder Zusätzen bei der Europäischen Kommission überprüfen und wissenschaftlich verifizieren zu lassen.  So sollen Verbraucher künftig vor falschen Versprechen geschützt werden und vor dem Kauf überteuerter Produkte ohne den erwarteten positiven gesundheitlichen Effekt bewahrt werden.
Weiterhin gestattet ist es, auf den Verpackungen allgemeine Informationen zu Inhaltsstoffen zu drucken. Zum Beispiel kann auf Milchtüten auch in Zukunft der Hinweis gegeben werden, dass Calcium die Knochen stärkt.

Allgemein sollten sich Verbraucher bewusst machen, dass viele Zusatzstoffe in Lebensmitteln, wie zum Beispiel Vitamine, überflüssig, wenn nicht sogar gesundheitsschädlich sind. Bei ausgewogener Ernährung herrscht in der Regel kein Mineralstoffmangel und der Konsument läuft eher Gefahr einer Überdosierung von Vitaminen oder Mineralstoffen. Ausnahmen sind bestimmte Risikogruppen, wie zum Beispiel Schwangere. In diesen Fällen sollte eine erhöhte Vitamin- oder Mineralstoffzufuhr ohnehin mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Vitamintabletten

Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln ist Vorsicht geboten. Sie gelten auch als Lebensmittel, werden aber auch als äußerst gesund angepriesen. Auch mit diesen sollten Verbraucher in durchschnittlicher gesundheitlicher Verfassung bedacht umgehen. Am besten klärt man die Einnahme solcher Präparate mit den Arzt ab. Selbstverständlich gilt dieser Hinweis auch für Diätprodukte oder Schlankheitspillen, die man überdies keinesfalls im Internet bestellen sollte, um sich vor gesundheitsschädlichen Fälschungen oder unkontrollierbaren Wirkstoffen zu schützen.

Foto: © Monkey Business und Andrey Kiselev – Fotolia.com

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)

About the author