Dauerhaft abnehmen: Wie kann der Jojo-Effekt verhindert werden?

Dauerhaft abnehmen: Wie kann der Jojo-Effekt verhindert werden?

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Mehr als jeder zweite Deutsche hat bereits probiert, durch eine Diät abzunehmen – doch nur in 29 Prozent der Fälle ist der Nahrungsverzicht von Erfolg gekrönt. Wer übermotiviert beginnt zu hungern, wird nach dem Rückfall in alte Ernährungsgewohnheiten sogar durch einige Extrapfunde bestraft. Wie lässt sich wirklich dauerhaft Gewicht verlieren?

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Foto: © Rido – Fotolia.com

Strenge Diät: Jojo-Effekt droht

Den meisten Menschen ist vollkommen klar, woher das Übergewicht stammt: Zu fettes Essen, zu viel Zucker und zumeist auch ein bewegungsarmer Alltag. Von Natur aus auf maximale Sparsamkeit getrimmt, kommt unser Körper mit dem Überangebot an Nahrung nur begrenzt zurecht; mehr als jeder zweite Deutsche ist deshalb zu dick. Durch eine Diät soll der Trend bei den Betroffenen dann innerhalb einiger Wochen umgekehrt werden. Doch selbst wenn die Disziplin zur gesünderen und vor allem energieärmeren Ernährung wirklich vorhanden ist, bleibt der Erfolg meist nur von kurzer Dauer. Der Körper schraubt seinen Energieumsatz zurück, nach der Diät ist das alter Gewicht schnell wieder auf den Hüften – und meist sogar noch ein paar Kilo mehr.

Ernährung dauerhaft umstellen

Fachleute raten daher in jedem Fall zu einer dauerhaften Umstellung der Gewohnheiten, die nicht lediglich als kurze Episode des Verzichts in den Ernährungsalltag eingeschoben wird. Dabei ist es grundsätzlich nicht ratsam, auf eine ausschließlich fett- oder kohlenhydratreduzierte Ernährung zu setzen. Natürlich kann es aufgrund der hohen Kaloriendichte sinnvoll sein, den Fettkonsum zu reduzieren, und auch Weißmehlprodukte sollten gemieden werden – eine einseitige Ernährung ist allerdings kaum sinnvoll, schon allein weil Sie dann ständig Verzicht üben. Stattdessen sollten mehr hochwertige Kohlenhydrate auf dem Speiseplan stehen: Gemüse, Vollkornbrot und-Nudeln beeinflussen den Blutzuckerspiegel weitaus weniger stark, als dies bei Zucker, hellem Reis oder Weißbrot der Fall ist. In der Folge bleiben auch die gefürchteten Heißhungerattacken aus. Wenn Sie auf Süßigkeiten nicht verzichten können, sollten Sie das auch nicht tun. Ein bewusster Genuss ersetzt große Mengen Schokolade und Co., wovon es ohnehin nur einen eingeschränkten Vorrat geben sollte.

Weight Watchers: Moderates Energiedefizit sichert langfristigen Erfolg

Das klassische Kalorienzählen erweist sich zwar wenig praxistauglich, allerdings ist es durchaus hilfreich, sich der Energiedichte einiger Lebensmittel einmal bewusst zu werden. Ein 100 Gramm schweres Croissant mittlere Größe beinhaltet etwa 400 Kilokalorien – so viel wie eine Portion Nudeln mit Tomatensoße. In der Regel sind dann auch weniger die Hauptmalzeiten der Grund für das Übergewicht, als die nur scheinbar verschmerzbaren Häppchen zwischendurch. Erfolg verspricht der Ansatz von Weight Watchers: Das Abnehmprogramm setzt bei der täglichen Energiemenge an, ersetzt das Kalorienzählen aber durch ein einfaches Punktesystem. So kann jeder Abnehmwillige per Augenmaß leicht abschätzen, was er noch essen darf. Weil das dadurch erzeugte Kaloriendefizit nicht zu groß ausfällt, bleibt der Jojo-Effekt aus. Ernährungsfachleute schätzen an dem System, dass keine einseitige Ernährung propagiert wird: Wie sich die tägliche Nahrungsmenge zusammensetzt, bleibt Ihnen selbst überlassen.

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